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Dienstag, 20. Oktober

Tribute To Nothing [Worcester] / Leaves [Münster]

Post-HC

Wer nie tot war, muss auch nicht wiederbelebt werden. 2008 kündigten Tribute To Nothing eine Auszeit an, 2009 zeigten sie sich ein letztes Mal in Hamburg und Dortmund. Aufgelöst wurde die Band nicht, nur eine Pause sollte es sein. Seitdem war Funkstille – bis heute. Im Oktober kehrt das Post-Hardcore-Quartett genauso plötzlich auf die Bühne zurück, wie es sie vor über 12 Jahren verlassen hat. Zumindest kurzzeitig, denn nach den Konzerten ist vorerst erneut Schluss. Ihr Album „How Many Times Did We Live?“ wird dieses Jahr 20 Jahre alt. In Grund für ein paar Konzerte.
Schon Mitte der 90er haben sich Tribute To Nothing einen Namen im Post-Hardcore und Punk gemacht, dabei waren sie damals noch Teenager. Es folgten Touren mit, Boysetsfire und Hot Water Music. Im Oktober bringen die Jungs ihren kongenialen Support „LEAVES“ aus Münster mit. 

 

Manchmal ist es ganz einfach: drei Freunde, zwei Stimmen, Gitarre, Bass und Schlagzeug, eine nachhaltige Sozialisation im Punk-, Hardcore- und 90ies-Emo-Sektor und eine halbheimliche Vorliebe für poppige Ohrwürmer – viel mehr braucht es nicht für eine Platte, die trotz aller vermeintlichen Gegensätze ein überzeugendes Ganzes ergibt.
Das Rezept ging bereits mit der ersten, selbstbetitelten EP 2021 auf, mit ihrem Debütalbum „Most of our days“ legen Leaves aus Münster allerdings noch einmal eine große Schippe drauf. Acht Songs, die alle für sich stehen und trotzdem klingen wie aus einem Guss.
Geblieben sind das Gespür für ebenso hartnäckige wie eingängige Melodien, die persönlichen Texte der Marke „Melancholie ohne Pathos“, der Mut zum ein oder anderen ruhigen Moment und ein Wechselgesang, der hier mal kein bloßes Gimmick ist, sondern sicherstellt, dass auch wirklich jeder Chorus hörbar zählt. Neu hingegen sind die treibenden und deutlich verspielteren Drums, die dafür sorgen, dass die Lieder nicht länger „nur“ in Kopf, Herz und Fäuste gehen, sondern mittlerweile auch ins Bein.
Am besten funktioniert das natürlich im vollen Club mit niedriger Bühne und fairen Getränkepreisen. Für die Zeit zwischen den Shows hilft „Most of our days“ aber perfekt bei der Überbrückung.

 

Einlass: 20h, Beginn: 21h, Eintritt: 18€

Links:
Tribute To Nothing
Leaves




Tribute To Nothing

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