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Samstag , 3. Februar

Los Apartamentos (D) / Joe Scholes (D)

Mento / Acoustic solo project

Früher war Reggae, davor war Ska, und davor war Mento. Dieser seltsamen Volksmusik aus dem Jamaika der 40er- und 50er-Jahre haben sich Los Apartamentos verschrieben. Schlagzeug? Gibt es im Mento nicht, stattdessen

Maracas und eine oder zwei Handtrommeln. Bass? Braucht hier niemand, es wummert die selbstgebaute Rhumba Box, eine Art zu groß geratenes Daumenklavier. Verstärker? Undenkbar, Mento bleibt mit Banjo, Gitarre und Gesang 100 Prozent akustisch.

Und warum greifen ausgerechnet sechs Kölner Best Ager diesen fast vergessenen Tropensound auf? Los Apartamentos sind ein Destillat der alten Kölner Skaszene mit (Ex-)Mitgliedern der Braces, von Monkey Shop und Jamaika Jupp, und von der Kapelle 3. Im Ska haben sie vieles abgegrast. Mento ist nun die neue Spielwiese.


Songs geschrieben hat er schon immer - Joachim Uerschels alias Joe Scholes: ob mit seinen früheren Bands The Braces (Ska) und Studio Grande (Indie Rock) oder fürs Theater. Dennoch ist heute vieles anders.

Mit seinem Solo-Debutalbum „Songbook Vol. II“ macht sich der Sänger und Gitarrist mit Wohnsitz Köln frei wie nie. Keine Bläser-Arrangements, kein Schnickschnack, nur Songs.

Im Studio des alten Gefährten Ekki Maas (Erdmöbel), mit dem Scholes schon für das dritte Braces-Album „Ska Got Soul“ (2002, Black Butcher Records) zusammen arbeitete, wurden zehn Lieder eher im Vorbeigehen aufgenommen. Eine Gitarre, eine Stimme, und nur ganz wenig dazu. Mal schwingt eine leichte Prise Reggae oder Ska mit, mal wird dezent gezupft. Hauptsache, dass weder die melancholisch bewölkten Botschaften noch die klare Stimme von allzu aufdringlichem Getöse überdeckt werden. Die Texte sind oft gereimte Kurzgeschichten und drehen sich um verlorene Liebschaften („Ballerina Valerie“), vermeintliche Glückszahlen („Seven“) oder vergebene
Liebesmüh’ („You Look So Guilty“).
Mit diesem Paket ist Joe Scholes seit 2016 ganz schön rumgekommen. Von Aachen bis Dessau- Rosslau, von Berlin bis, Regensburg. Und alles in verschiedensten Konstellationen. Mal als Solo- Vorband für internationale Acts wie Pokey LaFarge (US) Jeb Loy Nichols (Fellow Travellers, USA/ UK), Jens Lekman (Schweden) oder Jonas Alaska (Norwegen), mal zusammen mit Ska-Freunden wie Arthur Kay & The Clerks, auf Open Air-Festival-Bühnen wie bei dem Düsseldorfer Golzheim Fest oder Freedom Sounds (Köln).

2018 wird weiter getourt und währenddessen am Nachfolger zu „Songbook Vol. II“ geschrieben.


Einlass: 20h, Beginn: 21.30h, Eintritt: 8€