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Samstag , 27. April

Whiskydenker (D)


Rauchige Chansons, Hedonismus, Balkanjazz und Swing

Grammophonesk scheppernder Swing – rotzig und musikalisch 1a kunstvoll geschrammelt, geknarzt, getrötet und gegrowlt. Und zwar auf deutsch. Das ist wieder Jazzmusik, zu der die Arbeiterklasse mit der Kulturelite eine flotte Sohle auf's Parkett legen kann. Hier besinnt man sich darauf zurück, was Swing eigentlich sein sollte: tanzbar, geradeheraus und unterhaltsam. Mischt man nun noch eine gehörige Portion Straßenkötercharme, Ballhausatmosphäre, Garagenbandattitüde und musikalische Unverfrorenheit bei, kann man sich ganz gut vorstellen wie Whiskydenker klingen. «Die ham dit jewisse avec» könnte der Berliner sagen. Und das kommt nicht von ungefähr, sondern von 4 Musikern, die sehr häufig wissen was sie tun und dies dazu ausgefallen instrumentieren: Gesang und Trompete, Banjo, Schlagwerk – und der Bass bläst aus dem Tubax, einem Bastard aus Saxophon und Tuba.

 

Einlass: 20h; Beginn: 22h, Eintritt: 9€



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Whiskydenker




Whiskydenker

Montag , 29. April

Puts Marie (CH)


Folk-Rock- und Akustik-Punk

Es sind Geschichten von Mariachi-Bands, die ihre Musik und ihre Seele in Mexico spät nachts verkaufen: Menschliche Musikboxen seit Generationen, drüben auf der Plaza Garibaldi, wo sich die Drogenhändler als die neuen Zorros aufspielen. Ein Rennen von Kellnern in den Gassen der Bieler Altstadt, Relikte einer Zeit, in der « die Garçons noch Stil hatten».

Es sind Büschel von kurzem Gras, die sich in Barcelona durch den Asphalt fressen, und tiefblaue Sprungtürme, olympische Reliquien, scheinbar erdrückt unter der katalanischen Sonne. Sänger Max Usata wählt seine Themen wie Polaroids, die er aus seiner Erinnerung klaubt. «1992 war ich zehn. Im Urlaub in Italien verfolgte ich im Fernsehen einen Tischtennismatch. Manchmal genügt dies, um ein Vierteljahrhundert später einen Song zu schreiben.»


Als sich Puts Marie aufmachte dieses eine, neue Kapitel aufzuschlagen, hatten sie allen Grund, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen. Mehr als 15 Jahre gemeinsamen Musikmachens, haufenweise Erinnerungen, von den Anfängen als Bohémiens im umgebauten Wohnmobil zu den grössten Bühnen Europas, von Tourneen durch Südamerika zu Rückzügen, eingeigelt im Aufnahmestudio. Ein dreijähriger Unterbruch gab allen Musikern die Chance, ihren individuellen Projekten freien Lauf zu lassen, bevor sie 2015 wieder zusammenfanden für das bemerkenswerte Album Masoch I-II. Jetzt fahren sie fort, stärker zusammengeschweisst denn je, mit Catching Bad Temper, sieben fieberhaften Titeln, die auf der Erfahrung aufbauen, und gleichzeitig zu neuen Horizonten aufbrechen.


«Unsere grösste Angst war, uns zu wiederholen oder schlimmer noch, zur Selbstparodie zu verkommen», gesteht Max Usata. Die bemerkenswerte Eigenständigkeit der Band sollte keinesfalls zu einer Einschränkung werden, und die unerforschten Gelände verlangten danach, mit ein bisschen Gewalt erschlossen zu werden. «Wir hatten Lust, mit dem Rhythmus zu spielen, mit Rap, mit der Wiederholung, ohne in starren Loops zu landen. Das Ganze sollte roh und lebendig bleiben», kommentiert Max Usata. Um dies zu erreichen, reihten Puts Marie mehrere kreative Retraiten aneinander, von ihrer Heimat Biel bis nach Avignon. Und richteten sich dann in den Black Box Studios in Nantes ein, einem Hort analoger Technik, direkter Live-Takes und Aufnahmen auf Tonbändern. «Ich finde es sehr schön, dass sich jeder von uns individuell weiterentwickelt, mit seinen Vorlieben und seinen Gelüsten, aber dass wir immer wieder die gemeinsame Wellenlänge finden, wenn es darum geht, zusammenzuspielen.»
Das Ergebnis zeigt eine Band auf dem Gipfel ihrer Schaffenskraft: Herrlich impressionistisch in ihrer Kunst, basierend auf Noten Bilder voller Emotionen wiederzugeben, mit einem Einfallsreichtum, welcher der Konsistenz und der Wirksamkeit der Kompositionen nie zuwiderläuft, liefern Puts Marie Songs von immenser körperlicher Kraft. Der Traum ist nie weit entfernt vom Alptraum, die Poesie von der Rohheit, die Schönheit vom Laster.

 

Einlass: 20h; Beginn: 21h, Eintritt: 8€



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Puts Marie




Puts Marie

Dienstag , 30. April

Scruffyheads (D) / Karoshi (D)


Ska ´n´ Swing / Stuntpunk

Die Scruffyheads mixen großzügig Ska, zwei gute Schuss Swing und Rock und eine Prise Reggae im Cocktailshaker und servieren diese partytaugliche Mischung garniert mit Zuckerrand, Schirmchen und Punkattitüde.

Mit ihrem einzigartigen Stilmix teilten sie bereits Bühnen im In- und Ausland mit Künstlern wie Gentleman, Fettes Brot, den Donots, Kettcar, Bad Manners, Buster Shuffle, Karamelo Santo oder Chico Trujillo.

Knackige Bläsersätze, mehrstimmiger Gesang und dazu eine Rockband heizen dem Publikum ein und lassen kein Tanzbein stehen.

Mit den Scruffyheads ist immer Happy Hour!

 

KAROSHi - Vielleicht bedeutet Karoshi im japanischen ja doch nicht nur „Tod durch Überarbeitung“, sondern eben auch gleich noch „unkaputtbar“. Wie sonst ließe sich erklären das jenes ehemalige Begleitorchester von Karl Moik auch im 16ten Bandjahr immer noch mit seinem
liebreizend ungenierten Stuntpunk auftrumpft. Fetzige Gitarrenriffs, die nach Schweiß und Vespa-Ol riechen, plastikmesserscharfe Breaks und Bläser-Melodien, die sich tief in die Gehorgänge bohren, lassen kein Tanzbein ruhen - kurzum: Musik wie die Krätze - sie geht einfach unter die Haut!

 

Einlass: 20h; Beginn: 21h, Eintritt: 8€



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Karoshi



Scruffyheads

Karoshi
Donnerstag , 2. Mai

Guts Pie Earshot (D)


DancePunk vs. DubTech - Hardcore vs. Punk’nBass

20 Jahre Guts Pie Earshot, das sind 13 Alben, 1000 Konzerte und ca. 800.000 km quer durch ganz Europa.


20 Jahre Guts Pie Earshot, das ist politisches Engagement mit hunderten Soli-Konzerten zur Unterstützung antifaschistischer Arbeit, Erhaltung alternativer Wohn- und Lebensformen, Flüchtlingsarbeit, Prozesskostenbeihilfen etc… als ein fester Bestandteil unserer Band-Reallität.


20 Jahre Guts Pie Earshot, das ist der Vorsatz eine generations- und szeneübergreifende Integrationskraft weiter zu entwickeln womit wir ein Teil des undogmatischen Underground und der alternativen Partyszene geworden sind.


20 Jahre Guts Pie Earshot, das ist eine orientalisch-anmutende Mixtur aus höchst tanzbarem Techno, Breakbeat, Punk, Jazz und World Music, verbunden mit der rohen Punk- Energie aus unseren Anfangstagen.


Ursprünglich aus der Punkszene stammend, wurden GUTS PIE EARSHOT in den 90er Jahren schon - damals mit mehr Mitgliedern - als Avantgarde-Legende des undogmatischen Hardcore auf unzähligen Festivals und Konzerten gefeiert.
Sie haben eine vielschichtige Konsens-Fanbase geschaffen wie sonst nur wenige Bands und zählen zu einer der innovativsten Bands der alternativen Musikszene Deutschlands.
Das Konzept ihrer Konzerte bzw. der Aufbau ihrer Stücke hebt die klassischen Grenzen zwischen Live-Konzert und Party aus den Angeln und bezieht sich vom Set her eher auf die DJ Party-Kultur. Und so ist die grösste Leistung, die das Duo an seinen schweisstreibenden
Konzerten vollbringt, Weltmusik- Anhänger mit Punks zu versöhnen und Metal-Fans ebenso begeistern zu können wie Drum´n Bass- oder Techno-Anhänger.
Dass der musikalische Cocktail nicht beliebig erscheint, sondern grenzsprengend und in allen Bereichen authentisch und homogen wirkt, ist das vielleicht Faszinierendste an diesem Konzept.
Man lässt sich treiben wie auf einer Techno-Party, pogt wie auf einem Punk-Konzert oder sieht fasziniert zu, wie der Cellist seinem Instrument gleichermassen diese luftigen wie dröhnigen Klangfarben zu entlocken weiss, während der Schlagzeuger am Rande des Menschenmöglichen explodierende Breakbeats in rasenden Geschwindigkeiten herbeiprügelt.
Trotz minimalistischer Besetzung kommen keine elektronischen Stützen wie Sampler oder Laptop zum Einsatz - kaum zu glauben, hört man die dichten, hypnotischen Sounds der Band.
Ungestüm sind sie geblieben: GUTS PIE EARSHOT haben sich ihre politischen PunkRoots und ihre EmoPower aus den alten Tagen bewahrt. Und die Kraft, mit der das Duo seinem Publikum Soundwände um die Ohren und in die Tanzbeine schmettert.

 

Einlass: 20h; Beginn: 21h, Eintritt: 8€



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Guts Pie Earshot




Guts Pie Earshot

Freitag , 3. Mai

Malm (D)


Noise Rock

Malm geht in das 21. Lebensjahr. 21 Jahre Noise und Energie, Liebe, Wut und Leidenschaft, brachial und zart, hemmungslos und wild, laut und verspielt, aggressiv und zärtlich.
Kompromisslos, gnadenlos gegenüber uns und gegenüber Euch.
In der Stille geboren, vom Lärm erschlagen.
Die deutschen Texte, authentisch, ehrlich, morbide, viel zu wahr, geschrien, gelebt und verfasst von Ali.
Aufstände, Tumulte, Krawalle, überall, als Krebsgeschwüre der Gesellschaft. Ein kleines bisschen krank ist dieses Noise-Gewitter schon, aber was ist nicht krank und wer legt fest was sick ist?
Es gibt keine Alternative zu malm, es gibt nur malm - also merke Dir malm.

 

Einlass: 20h; Beginn: 21.30h; Eintritt 8€



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Malm




Malm