Sonic Ballroom
Sonic Ballstars
Juli 2011, Wermelskirchen

NACH OSTEN, IN DEN SÜDEN DER TABELLE.

Wir traten an mit:
Miguel, Simon, Janek, Plappi, Thorsten, Jojo und Christoph, verfügten also über den Luxus eines einzigen Einwechselspielers. Auch hatte niemand die Reise ins Bergische angetreten, der sich freiwillig ins Tor stellt - Miguel und später Simon opferten sich für den Job zwischen den Pfosten.

-Grunewald 1:1
Früh gingen wir durch Janek in Führung. Der Ausgleich fiel beim einzigen ernstzunehmenden Schuss auf unser Tor, auch noch an zwei Abwehrspielern vorbei. Kurz vor Schluss hatten wir eine 100prozentige zum Siegtreffer, als drei Mann frei vorm Torwart standen, aber der Ballführende, statt abzuspielen, den Pfosten traf. Auch der Schiedsrichter hatte seinen Anteil, dass wir nicht den verdienten Sieg einstrichen. Trotz mehrerer Proteste unsererseits legte er sein rotes Trikot nicht ab, und wurde so für uns zum Magneten etlicher Fehlpässe.

-Roy Blacks 0:5
Eine auch in dieser Höhe gerechtfertigte Klatsche gegen einen überlegenen Gegner, der wahrscheinlich auch Turniersieger wurde. Miguel hielt sogar noch einen Foulelfmeter. Das war schon vom Feinsten, wie die Roy Blacks immer wieder "Dreiecke", Überzahlsituationen schufen. Da konnteste echt nix machen.

-St. Belzen 0:3
Diese Mannschaft hatten wir eigentlich als eine derjenigen ausgeguckt, die wir in der Endabrechnung hinter uns lassen könnten. Statt des eingeplanten Sieges gab es einen Rückfall in die Fehler von Heimersdorf: Das Mittelfeld eilte bei Ballverlust im Angriff nicht zurück, hektisch-nervöser Spielaufbau, überflüssige Ballverluste. Zwei Gegentoren ging jeweils ein Fehler des letzten Manns voraus. Allerdings machte es dieses Team auch sehr gut, uns dauernd unter Druck zu setzen. Man konnte keinen Ball in Ruhe annehmen. Allein leichtathletisch ging der Dreier für die anderen in Ordnung.

-Bahndamm 0:1
Wir boten eine richtig gute Leistung, ließen gegen den Veranstalter und Mitfavoriten des Turniers defensiv kaum etwas zu und setzten stattdessen den Bahndamm gehörig unter Druck.
Wir hatten die Taktik gegen diese spielerisch und kämpferisch starke Truppe von einer Zweier- auf eine Dreier-Abwehr umgestellt, auch setzten wir nun, um zu vermeiden, den Gegner durch eigene Fehlpässe zu Chancen einzuladen, auf lange Abschläge, die von der flinken Offensive auch regelmäßig erlaufen werden konnten und Fehlpässe in den Reihen des Gegners evozierten. Das Tor fiel dann leider ausgerechnet nach einem abgefangenen Abstoß, woraufhin zwei Gegner frei vor unserem Keeper standen.
"Ihr habt echt die Scheiße am Fuß", lautete einer der Kommentare des Gastgebers zu unserer tapferen Darbietung.

-Lila Luda 6:0
Eigentlich 5:0, aber so ging es in die Annalen ein. Die Lila Ludas bestanden aus sechs, vielleicht acht Frauen, einem ziemlich fähigen Torhüter und noch zwei oder drei weiteren männlichen Andersbegabten. Obwohl in absurder numerischer Unterzahl (allerdings kein Vergleich zu den Vorjahren, als bei den "Frauen" ganze Sippen auf dem Platz standen) ergab sich für uns ein Spaziergang, auch wenn ein in Wermelskirchen stadtbekannter Vollpfosten im Karate-Stil durch unsere Schienbeine senste. Defensiv attackierten wir nur unsere Geschlechtsgenossen, die Mädles stümperten auch ohne unser Stören den Ball in unseren Besitz. Aufgewertet wurde unser Sieg dadurch, dass die Lila Ludas zuvor das eine oder andere Resultat sehr knapp gestalten konnten.
Tore: Thorsten (Kopfball nach Janek-Ecke), 2x Janek, Simon, Christoph.

-Proberaum 0:0
Der Proberaum begann dieses Turnier sehr stark und wäre vielleicht Erster geworden, wenn sie sich nicht auf den Erwerb des Verzehrspokals konzentriert hätten. Auch hier setzten wir wieder auf die Dreier-Abwehr; der Gegner kam in unserem Strafraum zwar zu gefährlichen Situationen, aber zu keiner echten Torchance. Hingegen hatten wir zwei, drei glasklare Möglichkeiten, jeweils eine 1:1-Situation vorm gegnerischen Keeper.
Auf diesem Dreier-Abwehr-System und den sehr disziplinierten Darbietungen gerade mit dieser Taktik können wir echt aufbauen.
Trotz abermaligen lauen Abschneidens - so viel Spaß hat es lange nicht mehr gemacht!


Pfingsten 2011

DANI UND DIE FRAUEN-REGEL
Oder wie uns eine Frau überhaupt erst das Scheitern ermöglichte.

Pfingsten, 12.6.11 Turnier des KSV Heimersdorf

Der Kader:
Roman, Plappi, Mac, Christoph, Alf, Miguel, Christian, Thorsten, Frank, Janek, Simon, Käptn Timo, Dani
Fans:
Mama Pauels, Yvonne, Frau Psychoschlosser, Frau Mac, Mac Junior, Richy, Harry, Mono

Ein paar Tage vor dem Anpfiff hatte Dani ganz zaghaft angefragt, ob sie auch mitspielen dürfe – es wären ja wohl gemischte Mannschaften am Start - schließlich war ja auch die Damenmannschaft des KSV Heimersdorf GastgeberIn.
Klar durfte Dani. Wie hätten wir als Thekenmannschaft des Sonic Ballroom auch einer Thekenkraft die Teilnahme verweigern sollen, können, dürfen?

Noch kurzfristiger, in der Nacht vor dem Anpfiff, schaute sich Mac mal die Turnierstatuten an: Und demnach MUSSTE in jeder Mannschaft STÄNDIG eine Frau auf dem Platz stehen. Und so wurde für Dani aus dem bisschen Mitkicken ein Durchspielen-Müssen.

Überhaupt waren die Regularien ziemlich streng: Abseits, Rückpassregel, die auch für Einwürfe zum Torwart galt, der Kader einer Mannschaft durfte aus maximal zwölf Akteuren bestehen… Wir waren 13…

Als wir am Tatort eintrafen, legte man unsere Kaderstärke netterweise nicht auf die Wasserwaage und auch die Abseitsregel war aufgehoben.
Der Chronist kann sich an kein Kleinfeldturnier erinnern, bei dem die Abseits-Regel geahndet wurde. Er kann sich aber erst recht nicht an kein Turnier erinnern, bei dem die Stürmer so schamlos die Abseits-Anarchie ausnutzten wie in Heimersdorf. Es ist eigentlich üblich, dass beide Mannschaften freiwillig auf Abseits achten, dass z.B. Stürmer bei Kontern der gegnerischen Mannschaft bis zur Mittellinie zurückweichen. Normalerweise gilt auf dem Kleinfeld der Ehrenkodex „Fünf Meter ist Abseits“, woran sich alle Beteiligten unausgesprochen und freiwillig halten.
In Heimersdorf hielten sich die Stürmer stur in der gegnerischen Hälfte auf, teilweise an der Eckfahne, womit sie es mindestens einem Verteidiger unmöglich machten, ins Mittelfeld vorzurücken.
Aber gut, das Recht auf Dreistigkeit besaßen ja jeweils beide Parteien.

Sonic Ballstars – Vespa Team 0:0

Auf der Gegenseite besaß wohl niemand einen Führerschein. Das waren Kinder! Wahrscheinlich aus der B- oder C-Jugend des KSV Heimersdorf, das für ein Team eingesprungen sein mag, welches womöglich an der Frauen-Rgel gescheitert war.
Klar, wir hätten diese Partie gewinnen müssen – aber auf der anderen Seite standen immerhin Vereinsspieler bzw.. reichlich –spielerinnen: allesamt taktisch, leichtathletisch und technisch gut ausgebildet. Überhaupt: Was gerade die Mädels, nicht nur in diesem Spiel boten, wie sie grätschten, sich reinschmissen und sowieso am Ball konnten, war höchst beeindruckend.

Viel zu spät legten wir den Respekt vor der Optik des Platzes ab, den wir mit vier MANN bewältigten mussten und der so gar nicht wie Kleinfeld wirkte. Und dann war das Gegurke auch schon vorbei und wir konnten und wieder auf das Weghören der Schlager-Disco konzentrieren.

Sonic Ballstars – Lionel Massi 1:3

Drei halbe Eigentore zählen wie drei ganze. Dem 0:1 ging eine Ecke für uns voraus, die von den Massis abgefangen wurde. Vier Sonic Ballstars verblieben daraufhin im gegnerischen Strafraum und schauten zu, wie zwei Konternde unseren letzten Mann gnadenlos vernaschten.
Vor dem 0:2 spielte der Chronist als letzter Mann unbedrängt einen Fehlpass und zum 0:3 führte ein Abstoß zum gegnerischen Stürmer am eigenen Strafraum.
Janek besorgte noch das 1:3, wobei der gegnerische Torwart sich ein wenig für unsere Geschenke revanchierte.
In dieser Partie hatten wir es wiederum mit Vereinsspielern zu, die uns allein läuferisch himmelhoch überlegen waren. Eigentlich haben wir unter diesen Machtumständen ganz ordentlich mithalten können, aber pfff…

Sonic Ballstars – All Stars 89 0:3

Ein ähnliches Kaliber wie die Massis, auch relativ junge Vereinsspieler, die aber nicht auf unsere Fehler angewiesen waren. Das 0:1 kassierten wir nach einer Pass-Stafette, bei der sogar noch im Torwartraum der besser postierte Mann gesucht wurde, der aus wenigen Zentimetern per Kopf abschloss und immer noch jubelte, als wir schon längst wieder angestoßen hatten.
Aber dieses Tor war typisch für die Spielweise des Turniers: Auch wenn ein Angreifer bereits in aussichtsreicher Position stand, wurde oft völlig uneigennützig immer noch einmal zum noch besser Postierten abgespielt.
Typisch für uns: Erschöpfte, müde Spieler blieben zu lange auf dem Platz, bei Ballgewinn in der eigenen Hälfte bot sich niemand an, sondern rannte in irgendeinen imaginären freien Raum, in dem er eigentlich nur mit hohen, d.h. schwer unter Kontrolle zu bringenden bzw. leicht abfangbaren Bällen anspielen konnte, taktische Sonderschule: bei Einwurf für die anderen ließen sich zwei Abwehrspieler auswechseln; unglaubliche Hektik am Ball, sinnlose, Kraft kostende Sprints statt sicherer Kurzpässe…
Da hatten wir schon ganz schön zu kämpfen, um nicht vorgeführt zu werden. In dieser Partie gelang Mac unsere beste Aktion während des gesamten Turniers, als er einen Gewaltschuss aus der Distanz abließ, den der Keeper so gerade noch an die Latte lenken konnte.

Sonic Ballstars – Nein zum Atom 0:2

Im letzten Spiel mobilisierten wir noch einmal alles. Denn mit einem Sieg ein Turnier zu verlassen, ist fast so schön wie ein Finale zu gewinnen. Die Chancen standen auch gar nicht schlecht, da wir es wohl mit einer Betriebsmannschaft zu tun hatten, was schon eher unserem Leistungsniveau entsprach.
Wir verloren letztendlich aufgrund zweier Torwartfehler, kamen aber auch kaum zu Torchancen.

LOTTA/AVANTI BUM BUM, Poller Wiesen, 22. August 2009

„SONIC BOLLWERK“ – die Serie hält

Unser Kader: Harry, Laabs – Mac, Asien-Niels, Jojo, Christoph, Thorsten, Schumi, Christian, Janek

Schon wieder Letzter, wenn auch anständig, da wir bis zur letzten Minute kämpften, vor allem gegen den eigenen Frust. Dass wir sportlich so miserabel abschnitten, lag nicht nur daran, dass wir mit einem Rumpfkader antraten, in dem auch Verletzte, die sich eigentlich nur als Turnier-Touristen aufgerafft hatten, durchspielen mussten.

Den Rahmen hatten die Veranstalter, LOTTA und die im Laufe der Jahre immer sympathischer werdende Q-Hof-Auswahl AVANTI BUM BUM bestens und aufs liebevollste bestellt: Köstliches an Speis, Kühles an Trank, dargereicht von stets lächelnden, freundlichen, anmutigen Damen; und über die Poller Wiese schwebten Songs, bei denen das Herz nie müde wird, sich immer wieder zu Hause zu fühlen, nach den ersten unvergesslichen Takten immer mit „JA!“ und zur Sonne gereckter Faust begrüßt und stets mit „LAUTER!“ bejubelt.
Es sollte sogar – und das ist wirklich erwähnenswert – pünktlich losgehen, doch war die eine oder andere Mannschaft noch nicht erschienen und wir selbst gerade einmal in Auflauf-Stärke versammelt. So konnte noch schnell Harry reaktiviert werden, der mal eben mit dem Fahrrad von Nippes herbeistrampelte, um sich ins Tor zu stellen. Mit zwei Einwechselmöglichkeiten gingen wir ins erste Spiel, in dem wir direkt auf unseren alten, da uns so sehr ähnelndem Rivalen, nämlich auf das TrashChic trafen.

SONI BALLSTARS – TRASHCHIC 1:3

Wieder einmal hatte sich der Kader der Kalker nicht mehr wiederzuerkennend verändert: Ein Mädchen machte mit, auch jemand in Jeans und der Rest sah auch nicht nach Training aus. Zwar haben wir traditionell Schwierigkeiten mit Turnierauftakten, doch dieses Team haben wir wohl auch nicht ernst genug genommen, und als wir damit anfingen, stand es bereits 0:2.
Der erste Gegentreffer war eine Mischung aus Eigen- und Mädchentor und vor dem zweiten Einschlag setzte sich der Jeansmann gegen zwei Defensive durch, die sich nicht einigen konnten, wer ihm den Ball abnehmen sollte.
Historisch immerhin unser Anschlusstreffer zum 1:2, formvollendet vom 17-jährigen Janek, Macs „Stiefsohn“, nach einem Solo unhaltbar in den Winkel geschlenzt.
Zum Ausgleich oder mehr reichte es nicht mehr, dazu reichte die Kraft der Lädierten nicht mehr.

SONIC BALLSTARS – LOW BUDGET 0:3

Gegen den haushohen Favorit des Turniers hielten wir lange dank Laabs, der im Tor debütierte, ein 0:0. Laabs, in Zivil, hielt unorthodox, stand den Low Budgets immer irgendwie im Weg oder ließ sich anschießen – aber er hielt – bis auch er durch halbe Eigentore überwunden wurde. Fehlpässe im eigenen Strafraum, verlorene Zweikämpfe als letzter Mann…
Dennoch passten wir uns dem Niveau des Kontrahenten zumindest phasenweise an, es gelangen uns ein paar passable Konter, die auch zu gefährlichen Abschlüssen führten. Fast wären wir sogar in Führung gegangen, aber wie dem auch sei, das 0:3 entsprach vollkommen den Machtverhältnissen.

SONIC BALLSTARS – AVANTI BUM BUM 0:1

Auch ein schon fast klassisches Endergebnis gegen die Q-Hof-Kicker, gegen die wir gerne Unentschieden spielen oder knapp verlieren. Die BUM BUMs hätten durchaus höher gewinnen können, sie hatten einige klare Chancen, aber wie das nun mal so bei uns ist – wir gewinnen nur, wenn wir auch tatsächlich die Besseren sind und dann halt eben auch nicht immer.

SONIC BALLSTARS - GOTTES GRÜNE WIESE 0:0

In der letzten Partie, wir waren freilich schon längst ausgeschieden, hauten wir uns noch einmal richtig rein, hatten auch taktisch umgestellt und begannen mit einer Dreierformation in der Abwehr, die alles weggrätschte und sich in jeden Schuss warf. Als „Sonic Bollwerk“ wurden wir vom TrashChic angefeuert und bejubelt, denn durch dieses Unentschieden vereitelten wir immerhin das Weiterkommen der GRÜNEN WIESE GOTTES. Für einen sportlichen Absteiger also eine redliche Leistung, wenn auch mit fußballerisch eher destruktiven Mitteln.
So kamen wir in den zweifelhaften Genuss eines Elfmeterschießens um den vorletzten Platz gegen das Schlusslicht aus der anderen Gruppe.

SONIC BALLSTARS – LIMES 3:5 i.E.

Gegen die Vertretung der absolut empfehlens- und unterstützenswerten neuen Mülheimer Institution LIMES entwickelte sich eine dramatische Lotterie, die dank des Kommentars des Moderators für reichlich Kulisse sorgte. Zunächst verwandelten Christoph, Janek und Christian sicher – nicht ganz so souverän netzten der LIMES ein: Thorsten, eigentlich ja Mittelfeldstratege, war oft beinahe dran.
Ausgerechnet der wohlwollende bzw. wohlwollend gemeinte Kommentar sorgte dafür, dass wir ins Hintertreffen gerieten: Als Mac anlief, erschallten aus den Boxen dessen journalistische Verdienste – kein Wunder, dass Mac dabei aus dem Konzept geriet und nicht verwandelte.
Ein noch tragischeres Heldentum ereilte Thorsten. Zunächst flog er als Keeper in exakt 45° in den rechten Winkel, hielt den Ball sogar mit beiden Händen, um dann beim letzten und entscheidenden Elfer genauso präzis den Winkel zu treffen, leider nur nicht in den Winkel.



13.9.2008
Schälsick Cup Niehl

ENDLICH LETZTER!
Und ein Sündenfall

Leider gingen die handschriftlichen Aufzeichnungen verloren, weswegen sich der Chronist nur auf seine veralzheimerte Erinnerung berufen kann, die sich auch auf die Personalien des Kaders bezieht:

Saar-Jörg (Tor), Christian, Roman, Jojo, Mac, Thorsten, Christoph, Jörg. Jochen, langjähriger Stammkeeper, unterstützte uns in Zivil.

Dieses Turnier fand auf einer absolut idyllischen Anlage in Niehl statt – mit echtem Vereinsheim, Duschkabinen, Holzpritschen und Drahtbürsten, um die Schluffen unter einem Bronzewasserhann zu säubern. Alles atmete den Geist der 60er Jahre, als Spitzenteams noch Stadtauswahlmannschaften waren.
Brutal früh sollte der erste Ball rollen – um 10 Uhr. Doch nicht nur die Sonic Ballstars, die sich zu dem Zeitpunkt nicht ansatzweise in Antrittsstärke eingefunden hatten, sorgten für Verschiebungen des Ablaufplans; andere Teams waren erst gar nicht erschienen.
Es bedurfte einer Abstimmung, ob wir uns nicht auch zurückziehen sollten, zumal unter den wenigen, die sich aufgerafft hatten, auch Lädierte befanden. Nun, wir spielten, mussten in der ersten Partie allerdings ohne Auswechselspieler auskommen.

Dafür schlugen wir uns aber beachtlich. Gegen den hochmotivierten Gastgeber Schälsick United hielten wir ungewöhnlich taktisch diszipliniert ein 0:0, hatten sogar die besseren Einschussmöglichkeiten.

Im weiteren Verlauf der Vorrunde setzte es dann lauter - wenn auch knappe - Niederlagen, allesamt "zu null" wobei Saar-Jörg Schlimmeres verhinderte. Laut Turnierplan hatten wir es mit Union Mülheim, REL United und Avanti Bum Bum zu tun.
War es Frust ob der Pleiten, waren es die Schmerzen, die das Durchhalten-Müssen auf dem Platz forderten – es kam zu einigen Unkameradschaftlichkeiten noch auf dem Feld; Egoismen beim Torabschluss und sogar Angifteleien untereinander, die bis heute (Frühjahr2010) nicht bereinigt wurden.

Zum Abschluss der Vorrunde ergab sich die Peinlichkeit eines Elfmeterschießens um den vorletzten Platz, bei dem von uns nur Mac verwandelte.
Im abschließenden Deppenfinale unterlagen wir den Adelskickern, auf deren Seite ein vermutlicher Ex-Profi stürmte, so trickreich, dass er nicht vom Ball getrennt werden konnte. Nur gegen uns, so die Adelskicker, mit denen wir uns einen Tisch teilten, habe er keinen Treffer gemacht.

Der Sündenfall:
Unser Vereinspräsident feierte an jenem Tag Geburtstag. „Ohne Pokal braucht ihr euch erst gar nicht blicken zu lassen“, galt für die Abendgarderobe seiner Party.
Das wurde beherzigt. Zwei von uns klauten die Siegertrophäe.

Die Aktion war nicht abgesprochen, die meisten erfuhren von dem Streich erst Tage später. Es war allen klar, dass der Pokal seinem rechtmäßigen Eigentümer zugeführt werden musste, auch aus ureigenem Interesse, wollten wir nicht geächtet und nie wieder zu einem Turnier eingeladen werden.

Also schrieben wir Bekennerbriefe mit dem Absender POKALPIRATEN an die Schälsicks, mit Beweisfotos (siehe Fotostrecke). Die Schälsicks sollten die Geisel wohlbehalten zurückerhalten, wenn sie uns ein Foto vom King-Size-Dick-Grab auf Melaten schickten und/oder die Liechtensteiner Nationalhymne rückwärts auf ihrer Homepage veröffentlichen und ähnlichen Schnitzeljagd-Dada unternahmen. Sollten unseren Forderungen nicht Folge geleistet werden, drohten wir der Geisel schlimmste Misshandlungen an – wir wollten in dem Falle gar Grünen Tee aus ihr trinken.

Die erste Reaktion der Schälsicks fiel ungefähr so aus: „Huh, wird das auf einmal kalt hier, jetzt haben wir aber Angst! Nicht schlecht, Jungs.“

Zu der Chuzpe verleitete sie die Tatsache, dass wir bei den Bekennerfotos einen falschen Pokal abgelichtet hatten, nämlich jenes Gefäß, dass eine Brauerei dem Vereinsheim als Deko verliehen hatte, noch bevor jemals einer seiner Gäste im Namen des Lokals einen Ball berührt hatte.
Daraufhin wurden die Bekennerfotos mit der echten Trophäe aktualisiert. Noch bevor sich die Schälsicks auf die von uns verlangte Schnitzeljagd begeben konnten, hatten sie uns bereits als Täter identifiziert. Ein bis heute unenttarnter „Maulwurf“ soll uns verraten haben.

Die Ballstars wurden von den Schälsicks zur Übergabe bestellt, in Gestalt eines Duells, in einer Fußballhalle.
Auch zu dieser Konfrontation traten wir in Unterzahl an, übrigens ohne die beiden, die uns diesss Canossa eingebrockt hatten.
Neben der Geisel überreichten wir den Schälsicks noch einen Wimpel, Christian hielt eine blumige Rede. Reaktion der Schäälsicks: „Joah, dann machen wir uns mal warm…“

Daraufhin wurden wir geschlagen, allerdings nicht mit den Fäusten. In diesem bestialisch an die Kondition gehenden Match stand es ungewöhnlich lang 0:0, wir gingen sogar ohne Auswechselmöglichkeit in Führung. Später hat keiner mehr mitgezählt. Wie hoch wir untergingen.
Selbstverständlich kamen wir für alle Unkosten der Schälsicks auf, inkl. isotonische Getränke.

2009 verpennten wir mehrfach die Einladung der Schälsicks zu einem sonntäglichen Freundschaftsspiel.


7.9.2008 – COPA COLONIA vor dem Rheinenergiestadion
ROTE AUGEN, ROTE TRIKOTS BEI METAPHYSISCHEM STANDUHRPENDELGEWICHTSCHLEUDERN

Die „Copa Colonia“ ist so etwas wie der fußballkulturelle Zweig von „Karneval Global“, einem durchaus die Welt dem Gerechteren zuführenden Festival. Das Turnier vor dem ehemaligen Müngersdorfer Stadion hielt 24 Startplätze für Freizeitmannschaften aus ganz NRW parat, da waren wir schon gebauchpinselt, überhaupt eingeladen worden zu sein.

Der Kader: Roman, Hendrik und Mattes (die sich im Tor abwechselten), Jojo, Mac, Harry, Thorsten, Christoph, Florian

SONIC BALLSTARS – LINDENTHALER LUDEN 2:0

Trotz dermaßen sonntäglicher Anstoßzeit (11 Uhr 50) hatte sich knapp eine Viertelstunde vor Anpfiff immerhin ein Kader in Auswechselstärke eingefunden, der trotz Samstagnacht durchaus das Potenzial besaß, endlich einmal den Fluch des ersten Spiels zu verbannen - und auch tatsächlich einen hellwachen, jederzeit ungefährdeten Sieg einfuhr, dessen Höhe die Kräfteverhältnisse noch gnädig wiedergibt. Zwar rasierten die Kontrahenten ein einziges Mal unseren Außenpfosten, ansonsten schmirgelten wir die Lindenthaler gehörig ab, hätten noch höher gewinnen müssen.
Der Schiedsrichter bzw. dessen unpragmatische Regelauslegung verhalf uns dabei zu der kuriosesten Einschussgelegenheit dieser fairen Partie, die bequem hätte selbstverwaltet geleitet werden können: So aber war das Grätschen von hinten nicht erlaubt. Ein derartiger angeblicher Regelverstoß brachte uns nach einem völlig banalen Zweikampf einen Freistoß in Strafstoßentfernung ein. Mattes versenkte diesen auch im Gästenetz – allerdings direkt, weswegen der Treffer aberkannt wurde. Ein Foul, das keines war, wurde mit einem vollendeten Treffer bestraft, der nicht zählte...
Kurz zuvor hatte es nach einer Grätsche Macs einen wesentlich ungefährlicheren Freistoß gegen uns gegeben, nachdem Mac seinen Gegner nicht einmal berührt hatte.
Alle Treffer des Turniers, so auch diese beiden, teilten sich Florian, der ein tolles Debüt feierte und Hendrik, dessen Ausbeute wahrscheinlich noch höher ausgefallen wäre, wenn er nicht im Tor ausgeholfen hätte.

SONIC BALLSTARS – KÖLNER PHILHARMONIE 0:2

Das traditionell verpennte erste Spiel holten wir gegen die Philharmoniker nach, gegen die wir einen Sieg verschenkten. Zwar besaß die Philharmonie gute Einzelspieler, vor allem einen hervorragenden Torwart, sie agierten auch taktisch gut strukturiert, wechselten vielleicht sinnvoller als wir – doch wir erspielten uns ein Chancenübergewicht; und wesentlich öfter als bei ihren beiden Treffern kamen die Philharmoniker auch nicht gefährlich vor unseren Kasten. Nicht weiter in Erinnerung geblieben wäre der erste Strafraumaufenthalt der Kontrahenten, als Roman halsbrecherisch rettete und der gegnerische Stürmer anstelle unseres Keepers den Schmerzensschrei übernahm. Dass die Live Music Hall den Schiedsrichter stellte, nutzte dem Aua-Mann jedenfalls nichts. Weh tat der Gegenseite ja auch bereits der Anblick von Jojos Nietenarmband.

SONIC BALLSTARS – LOS CERRADOS 4:3

Zumindest vorübergehend ließ Ines am Spielfeldrand ihre Pois (oder wie diese Dinger heißen mögen) wieder in unserem Sinne kreisen. Ein weiterer Unterschied zur Philharmonie-Begegnung ließ sich in der Herzlichkeit des Abschieds ausmachen. Trotz der bitteren Niederlage, die auch ihr Ausscheiden bedeutete, gratulierten die Cerrados uns (und wir ihnen) zu dieser packenden, hochdramatischen Partie.
Wir führten ja bereits mit 3:0! Auch wenn ein Ball völlig frei aus einem Meter über die Latte befördert wurde, war ein zweistelliger Sieg für uns drin – stattdessen glichen die Cerrados in der zweiten Halbzeit binnen weniger Minuten aus. Unser Mittelfeld arbeitete nicht mehr zurück, vielleicht weil es zu verlockend war, gegen diese wackelige Abwehr auf Torejagd zu gehen. Wenige Sekunden vor Abpfiff gelang uns doch noch der Siegtreffer, bei dem der Ball über Harry und Florian zu Hendrik und schließlich über die Torlinie wanderte.

COSMOS COLONIUS – SONIC BALLSTARS 5:0

Weniger als diese Niederlage schmerzte hier die Schlappe gegen die in Argentinien-Trikots angetrenen Doppel-Cs. Wir hatten keine Chance, es war ein Zweiklassenunterschied, mindestens. Nach dem 2:0 ließ es Cosmos, das seine übrigen Vorrundenpartien ähnlich hoch für sich entschieden hatte, gemächlich angehen, um sich fürs Viertelfinale zu schonen, das wir nur noch mit einem Sieg erreicht hätten.
Cosmos Colonius zählt zu den Spitzenteams der Bunten Liga, auch der Cologne Champions League und konnte es sich sogar leisten, mit einem Restkader bei einem anderen Turnier anzutreten. Das war schon toll, was die Jungs zu bieten hatten, so schön und erhaben, dass einige von uns vergaßen, sich mal auswechseln zu lassen.
So schrammten wir als Dritter der Vorrunde mal wieder knapp und wegen einer einzigen, unnötigen Pleite am Weiterkommen vorbei.

Ärgerlich. Sowohl in sportlicher wie auch unsportlicher Hinsicht: Da zahlt man Antrittsprämie, erhält dafür einen Kasten Wasser, und ist als reine, grundehrliche und lupenreine Freizeitmannschaft lediglich Füllmasse bei einem Turnier, in dem Teams auf Vereinsniveau den Titel unter sich ausmachen!

Wir waren nicht nur fehl am Platze, sondern sogar ob unserer bauerntölpelhaften Gutmütigkeit ausgenutzt worden. An der Laune änderten auch Songs der Güteklasse „Fairer Handel“ nichts mehr, die über die Wiese schallten, trotz solcher Texte wie:

Warum gehören die Häuser nicht denen, die in ihnen wohnen?
Warum gehört die Fabrik nicht denen, die in ihr arbeiten?
Warum gehört der Wald nicht denen, die in ihm spazieren gehen?

Und warum gehörte an diesem Tag die Musik nicht denjenigen, die sie hören mussten?


Trainingsspiel, 25.8.08
SONIC BALLSTARS – STEREO WONDERLAND 5:1
AUF DER FALSCHEN SEITE GEHALTEN; AUF DER RICHTIGEN GETROFFEN

Der Kader: Roman – Jojo, Ems-Jürgen, Manu, Schumi, Thorsten, Mac, Christoph, Käpt’n Timo – Christian, Hendrik

In den ersten 15, 20 Minuten war es ein unglaublich enges und umkämpftes Spiel, bei dem man nie in Ruhe den Ball annehmen konnte und sich aus jedem ungenauen Zuspiel eine Chance für die Gegenseite entwickeln konnte. Hohe Laufbereitschaft auf beiden Seiten, das Wonderland besaß in der Offensive wuchtige und schnelle Leute, wir waren zweikampfstark und zogen unser Direktspiel auf. In dieser Phase schien das Stereo Wonderland sogar dem Führungstreffer näher, doch dann war es ausgerechnet Hendrik - „ausgerechnet“, weil er anfangs noch im Stereo-Tor ausgeholfen, sogar eine Großchance unsererseits vereitelt hatte - welcher nach Timos Ecke per Kopf zum 1:0 traf.
Auch bei Hendriks 2:0 kommt man kaum an den Vokabeln „psychologisch wichtiger Zeitpunkt“ und „Killerinstinkt“ herum, da sich das Wonderland nach unserer Führung trotzig, wütend die Chancenmehrheit erspielte – wobei ihnen bis auf Fernschüsse nicht viel einfiel, und meistens war ohnehin beim überragenden Jojo, spätestens bei Keeper Roman Endstation.

Nach dem 2:0 erlahmten allmählich die Kräfte der Gäste, die ohne Einwechselspieler angetreten waren, während wir ständig vier frische Akteure ins Geschehen werfen konnten. Einen eindeutigen Vorteil stellte die personelle Überlegenheit allerdings nicht dar, da sich oft nach einem Wechsel taktische Konfusion einstellte, wer denn nun welche Position einzunehmen habe. Vorübergehend hatten wir uns sogar in eine Unterzahl erneuert. Doch auch die mangelnde Absprache unsererseits konnte das Wonderland nicht ummünzen, stattdessen kamen wir noch vor der – von den Gästen geforderten – Pause durch Christian zum 3:0.

Mehr als die gewünschten fünf Minuten Erholung gewährten wir dem Wonderland zwar nicht, dennoch kamen sie kurz nach Wiederbeginn zum Anschlusstreffer: Ein harmloser Fehlpass kullerte zur Überraschung aller über unsere Torlinie. Eine Verantwortungskollision. Jojo hätte den Ball bequem wegschlagen oder Roman ihn mühelos aufnehmen können – bevor sich die beiden entschieden hatten, wer das Gerät noch sicherer unter Kontrolle hätte, schlug es auch schon ein.
Das ändert aber nichts an der Klassepartie, die die beiden boten. Romans Torwartleistung ist sogar insofern als tragisch zu bezeichnen, da auch als Feldspieler verdammt wertvoll. Jetzt haben wir auf der Position der Nummer 1 sogar ein Luxusproblem.

Ein weiterer Gegentreffer hätte dem Match noch eine Wende verleihen können. Das hofften die nun wieder mutiger agierenden Wonderlander, wir fürchteten es. Timo beendete mit dem schönsten Treffer des Spiels alle Zweifel – er eroberte defensiv den Ball, den er nach einem nur von mehreren Klasse-Doppelpässen unterbrochenen Alleingang schnurstracks geradeaus im Stereo-Kasten unterbrachte.

Nach etwa 90 Spielminuten ging der Spätsommerabend bereits in die frühe Herbstnacht über. Christians 5:1, er hatte ein leichtsinniges Abspiel innerhalb der Gästeabwehr erahnt, bedeutete die letzte Aktion dieser jederzeit absolut fairen Begegnung.
Die Verabschiedung fiel recht einsilbig aus. So stark hatte uns das Wonderland offenbar nicht eingeschätzt.


Turnierberichte:

7 : 3 = 5 + 1 BRATWURSTPAPPSCHACHTEL
26.7.2008 – Zu Gast beim AJZ Bahndamm in Wermelskirchen

Vorspiel:
Noch in der Woche zuvor wurde erwogen, die Reise ins Bergische abzusagen. Aus Personalnot. Bis zum Freitagabend lagen lediglich vier feste Zusagen vor und im Vorjahr waren wir ja auch schon mit einem Rumpfkader angetreten, der sich gehörig blamierte. Umso erfreulicher, dass sich am Samstagmorgen acht Ballstars am Polizeibus mit Original-Gummiknüppel einfanden, nämlich: Miguel, Christoph, Roman, Harry, Thorsten, Käpt’n Timo, Niko und Christian.
Acht Akteure, das bedeutete, dass wir eine komplette Mannschaft aufbieten konnten und sogar noch zwei Einwechsel zur Verfügung hatten - und dennoch Personalsorgen, da ohne Defensive. Die komplette Hintermannschaft, inklusive Torwart fiel aus.
Also opferte sich Miguel, eigentlich Stürmer, für den undankbaren Job zwischen den Pfosten; Christoph und Roman (Außenbahn, Stürmer) improvisierten in der Abwehr.
Aber man ist ja lernfähig. Und daher vermieden wir auch einen der Fehler des Vorjahres, indem wir nicht allzu pünktlich aufbrachen.

SONIC BALLSTARS – WERMELSKIRCHEN UNITED 1:2

Der Fluch des ersten Spiels. Beim nächsten Turnier wollen wir vor der ersten Partie ein Match „außer Konkurrenz“ austragen – und es verlieren.
Wir waren die auch technisch überlegene Mannschaft, standen und liefen trotz ungewohnter taktischer Formation gut, eroberten den Ball oft schon in der gegnerischen Hälfte, wodurch sich etliche Einschussmöglichkeiten ergaben. Doch sollte es nur zu einem Treffer durch Timo reichen. Roman hatte die Vorarbeit geleistet, Timo tanzte noch einen Verteidiger aus, um präzise einzusenden.
Auf der anderen Seite machten die Einheimischen aus drei Chancen zwei Tore. Der erste Gegentreffer war typisch Sonic Ballstars: Ein bereits abgewehrter Schuss prallte zu einem völlig freistehendem Kontrahenten. Pech. Da hätte selbst ein erfahrener Keeper kaum eine Abwehrmöglichkeit gehabt. Der zweite Gegentreffer rollte mit exakt gleicher Geschwindigkeit in dieselbe Stelle des Netzes. Aber das war vordergründig keine unglückliche Aktion unsererseits, sondern vielmehr ein sauber platzierter Schuss dieses Wermelskircheners.
Ein dummes und ein clever erzieltes Gegentor gefangen, im Mittelfeld schnell und sicher kombiniert, vorne bei nahezu jedem Angriff auch eine Torchance erspielt – wir hatten uns nichts vorzuwerfen. So zu verlieren ist wesentlich bitterer als gegen einen überlegenen Gegner haushoch unterzugehen.

PROBERAUM – SONIC BALLSTARS 1:0

Hier trafen wir auf den schwersten Gegner unserer Gruppe. Die Proberäumler setzten uns wesentlich stärker unter Druck als die Vereinigten Einheimischen, wobei wir aber auch keine zwingenden Chancen zuließen. Beim Gegentor haben wir allerdings gepennt. Der Ball wurde von der linken Seite eingeworfen, rauschte quer durch unseren Strafraum, in dem rechts zwei Leute völlig frei waren.
Es sollte unser einziger Abwehrschnitzer im Laufe des Turniers bleiben.
Dass wir unsererseits keinen Treffer markierten, lag auch am Schiedsrichter, der sich aufs Zeitnehmen beschränkte und eben gar nichts ahndete. Zu Beginn der Partie leisteten sich die Proberäumler ein klares Handspiel im eigenen Strafraum und waren ebenso überrascht wie wir, dass der Schiri weiterlaufen ließ. Unter Gentlemen hätten beide Parteien das Spiel unterbrochen und Thorsten den Elfer zu unserem 1:0 versenkt.
Aber das war nicht die einzige Situation, in der der Schiedsrichter lediglich der Anwesenheitspflicht genügte. Die Proberäumler foulten. Zwar nie auch nur an der Grenze zur Körperverletzung, doch es wurde ungestraft bei Ballannahme in die Hacken getreten, gezerrt und geschubst. Niko war so oft Leidtragender, dass er kurz vor Schluss fluchend es dem Schiri gleichtat und in den Streik trat. Ein unschöner Verbalabklatsch brandete kurz auf, um sich ebenso rasch wieder zu beruhigen, da doch unter beider Niveau. „Soll doch schließlich Spaß machen“ meinte einer der Proberäumler, danach Shakehands und bei soviel Friedfertigkeit gestand auch der Schiedsrichter, völlig überfordert gewesen zu sein.

Wieder gut, zumindest ordentlich gespielt, wieder nicht belohnt worden. Die Gastgeber vom AJZ Bahndamm waren es schließlich, die uns mit frischer Motivation versorgten.

„Na, wie läuft es bei euch so?“
„Zweimal knapp verloren.“
„Dafür seid ihr ja bekannt. Nur auf dem eigenen Turnier reißt ihr was, nee?“

Die Antwort sollten wir später erteilen.

Bevor wir wieder auf den Ascheplatz durften, wurden alle Anwesenden mit rechtsrheinischem akustischen Karnevalssubstitut beschallt, darunter Mike Krügers „Da ist ein Tier in meinem Bier/Gleich werd' ich stinkig“ und Karl Dalls „Heute schütte ich mich zu“. Es hatte auf uns die Wirkung von Salat auf Löwen, und zwar solche, denen im Circus Maximus Christen begegnen. Als wir wieder ran durften, erklang pünktlich Motörhead.

SONIC BALLSTARS – METALLER 2:0

Wir machten sie ein, ließen ihnen sprichwörtlich keine Chance. Zweimal vielleicht gestatteten wir ihnen, die Mittellinie zu überqueren. „Das war fast schon zu einfach“, zog Käpt’n Timo nach Abpfiff ein denkbar euphorisches Resümee.
Trotz fast schon peinlicher Überlegenheit – selbst unseren „letzten Mann“ nahmen sie in Manndeckung - benötigten wir beim 1:0 ein wenig Glück, das nach dem bisherigen Verlauf des Turniers aber auch überfällig war: Diesmal legte Timo auf Roman, der als stürmender Verteidiger glänzte und die Kugel aus gut 15, 16 Metern (auf dem Halbfeld durchaus ein Fernschuss) auf die Mitte des Tores jagte und den ansonsten gar nicht so schwachen Metaller-Torwart überwand.
Zum Einrahmen schön das 2:0: Thorsten erlief einen weiten, hohen Ball von Timo, nahm ihn technisch perfekt aus der Luft an und versenkte ihn in einer fließenden Bewegung kompromisslos.
Damit hatten wir die Schmach aus dem Vorjahr ausgewetzt, als wir gegen die Metaller die wohl mieseste Leistung in der Geschichte der Ballstars boten. Aufgewertet wurde unser 2:0 auch noch dadurch, dass die Metaller in ihrem nächsten Spiel gegen die Proberäumler eine starke Leistung boten, wobei ihr Ausputzer zwei absolut sehenswerte Hämmer im Stile von Schwarzenbeck gegen Atletico Madrid im Gehäuse unterbrachte.

Zwar kann nichts das Gefühl eines Sieges ersetzen, doch die Glückshormondusche blieb aus. Dritter waren wir in unserer Gruppe geworden. Nur ein Gegentreffer weniger bzw. ein verwandelter Elfmeter mehr und wir wären im Halbfinale gelandet!
Als sich eine Gewitterwolke an der Steilklippe der westfälischen Kontinentalplatte entlud, fanden noch Platzierungsspiele statt. Im Duell um Rang 5 trafen wir auf die Gastgeber.

SONIC BALLSTARS – AJZ BAHNDAMM 4:0

Nach wenigen Sekunden stand es bereits 1:0. Bei unserem allerersten Angriff schloss Niko ein Solo über drei Viertel des Platzes unwiderstehlich ab. Nach dem 2:0 durch Christian, das wenige Minuten später fiel, gab es keinen Zweifel mehr, wer diese Partie als Sieger verlassen würde.
Zwar kombinierten wir sicher, leisteten uns kaum Fehlpässe, doch resultierte dieses deutliche Ergebnis auch aus unserer besseren Kondi- und Konzentration. Trotz deutlichen Rückstands suchte der Bahndamm nämlich ehrenvoll sein Heil in der Offensive, hatte aber nicht die Lunge, seine Angriffe auch sauber zu fahren bzw. bei Ballverlust wieder zurückzueilen. So brauchten wir eigentlich nur auf den ungenauen Pass zu warten, um zuzustoßen.
Symptomatisch das 3:0: Mit seinem ersten Ballkontakt nahm der gerade eingewechselte Christoph einem müden Bahndammer den Ball ab, passte nach vorn auf Roman, der ließ noch einen Gegner aussteigen, legte auf den mitgeeilten Christoph ab – drin. Genauso frei wäre Christian gewesen, der noch das 4:0 folgen ließ, bei dem er abermals das Kunststück vollbrachte, den Keeper zu tunneln.

Zwei unglückliche knappe Niederlagen, zwei souveräne Siege, 7:3 Tore, die vielleicht beste „Auswärtsleistung“ der Ballstars – dafür gab es auch eine Urkunde, per Edding ausgestellt am zum Grill umfunktionierten Einkaufswagen auf einer Bratwurstpappschachtel.

Souveräner Turniersieger wurden übrigens die Jungs eines Teams namens „Marien“, das ein bemerkenswert elegantes und zwingendes Kombinationsspiel auf die Asche legte. Mit denen hätten wir gerne die Klingen gekreuzt.

8. September 2007
Unser eigenes Turnier auf den Jahnwiesen am Stadion in Müngersdorf
DEN FUSSBALLGOTT ZUM SILBER BESCHÄMT

Die Sonic Ballstars wurden auf dem eigenen Turnier wie im Vorjahr Zweiter und haben den größten Erfolg ihres Bestehens wiederholt und bestätigt.
Wir trafen nicht auf Gegner, sondern Gäste, die sich als Freunde bewährten. Bei all unseren Mühen im Vorfeld war es ihr Verdienst, dass sich an diesem Tage ein Fußballfest ereignete, das keine Mannschaft ohne Ruhm und Spaß gehabt zu haben verließ.
Unser besonderer Dank gilt dem Sonic Ballroom, der uns bei der Organisation jeglichem Stress entband, Vereinspräsident Chris Heck, der persönlich am Zapfhand stand. Unser Held aber war Olli, einer unserer Verteidiger, der seinen Samstag aufopferte, um den ganzen nötigen Kram hin- und herzukutschieren und selbst während des Turniers, ohne eine einzige Sekunde zu spielen, unermüdlich anpackte.

Unser Kader bestand aus:
Tor: Jochen
Abwehr: Porz-Jürgen, Nils, Jörg, Mac
Mittelfeld: Leif, Italien-Timo, Nico, Ems-Jürgen, Thorsten, Daniel, Plappi, Silvio, Marian und Christoph
Sturm: Christian, Hendrik, Thommy, Miguel

Dazu zählten auch Harry und Jojo. Harry, angeschlagen, übernahm das Amt des Zeitnehmers, während sich Jojo persönlich um die ständige Überwachung des ordentlichen Zustands der Zapfanlage kümmerte. In insgesamt 22 Stunden Training und Turnier leistete er Übermenschliches.

Was der graue Trainingshimmel versprach, hielten einige der eingeladenen Mannschaften nicht. Zehn Teams wurden erwartet, drei erschienen nicht, darunter das Stereo Wonderland, das sich selbst im Namen Steinis auf die Gästeliste gesetzt hatte.
Auf die Säumigen wurde gewartet, bis man gegen 13 Uhr 30 mit krummen Gruppen das Turnier starten musste. Schließlich hatten wir die Jahnwiesen nur bis 18 Uhr gepachtet.

Da der FC Umland Co-Gastgeber war – die Umländer kümmerten sich um den Grill – bildeten sie neben den Sonic Ballstars einen Gruppenkopf. Im Schnickschnackschnuck-Verfahren wurden folgende Konstellationen ausgelost:

Gruppe A, mit Hin- und Rückspiel:
FC Umland
FC Sankt Paula
Lotta

Die Nachzügler wären in dieser Gruppe untergekommen. Eigentlich hätte man auch aus den Reihen aller sieben Teams eine vierte Mannschaft bilden können, darauf hatte aber keiner so recht Bock. Wir schon gar nicht.

Wir hatten mal wieder die schwierigere Gruppe erwischt, hier warteten
Low Budget
AJZ Bahndamm Wermelskirchen und
TrashChic, gegen die wir auch ins Turnier starteten.

SONIC BALLSTARS – TRASHCHIC 1:3

Von der ersten Minute an drückten wir die Trashies gegen die Wand, erspielten Chance um Chance. Cool agierten wir, ball- und kombinationssicher; wir waren die Heimmannschaft, die Platzhirsche, bestimmten das Tempo und o Wunder, beherrschten sogar den Rückpass! Konsequent wechselten wir alle drei Minuten, es gab genaue Absprachen, wer für wen auf den Platz kommt. Wir waren also immer frisch und hielten das Tempo erbarmungslos hoch.

Mit einem überlegten Schlenzer aus gut zehn Metern ins rechte Eck gelang Hendrik das hochverdiente 1:0. Es ging nur noch um die Höhe des Sieges.
Doch in der zweiten Halbzeit: Ein Abwehrspieler leistete sich einen Fehler, mit ihrer ersten Chance kam das TrashChic zum 1:1. Aus heiterem Himmel. Schock, dann Wut auf unserer Seite. Wir drückten weiter, doch nur wenige Minuten später noch ein Schnitzer, das 1:2.
Weiterhin warfen wir alles nach vorne und wurden in der letzten Minute zum 1:3 ausgekontert.
Das TrashChic hatte, wie sie selbst sagten, aus zwei Chancen drei Tore gemacht. Es war zum Heulen und dermaßen ungerecht! Wenn man gegen eine überlegene Mannschaft verliert, ist das okay. Aber so? Bis ins Vereinsheim nagte diese Niederlage an uns.

Fehlstart. Und nun erwartete uns das Low Budget, Vorjahressieger und klarer Favorit des Turniers.

SONIC BALLSTARS – LOW BUDGET 0:3

Albert, der diesmal als Teamchef der Low Budgets fungierte und selbst nicht spielte, meinte nach dieser Begegnung: „Ihr kommt immer näher an uns ran. Euch fehlte heute nur der Killerinstinkt. Nächstes Jahr…“
Ems-Jürgen knallte das Spielgerät einmal an die Latte und nach einem der wenigen Fehler der Low Budgets fand sich einer unserer Mittelfeldakteure so pardauz überraschend vogelfrei vor dem gänzlich leeren Tor wieder, dass er das Ding daneben setzte.
Wieder schnürten wir die anderen in ihrer Hälfte ein, drückten und dominierten, befanden uns mit den wirklich feinen Akteuren des Low Budgets auf Augenhöhe. Doch wieder fielen die Gegentreffer durch individuelle Fehler in eigentlich schon bereinigten Situationen. Dem 0:1 ging ein zuerst unnötiges, dann verkorkstes Dribbling in der Abwehr voraus und beim 0:3, als wir uns im Angriff befanden, unterlief einem unserer Stürmer ein Fehl-Rückpass auf einen freistehenden Low Budget-Akteur, der dann nur noch einen Gegenspieler vor sich hatte…

Doch diese Niederlage trugen wir mit Fassung – das Low Budget hat einfach eine sehr gute Mannschaft, schon so etwas wie das Bayern München des Kölner Thekenfußballs. Es macht Spaß, ihnen zuzuschauen, selbst wenn man verliert.

Ausgerechnet in dieser Partie, die von gegenseitiger Hochachtung getragen wurde, ließ sich einer von uns zum ersten absichtlichen (Revanche?-)Foul seit Menschengedenken in unserer Pflichtspielgeschichte hinreißen. Es kam sogar zu Handgreiflichkeiten. Nach einer Entschuldigung siegte aber rasch die Vernunft, die Entgleisung hatte keinerlei Auswirkungen auf die Turnieratmosphäre.

Danach hatten wir eigentlich nur noch ein Spiel vor der Brust, in dem es sich entscheiden würde, wer ins Zitronenspiel müsste. Wir oder die Jungs vom Wermelskirchener Bahndamm, die vor Wochenfrist noch ein Turnier in Leverkusen gewonnen und auch in ihrer Begegnung das Low Budget geärgert hatten.
Doch da meldete sich ein Akteur der Lotta, der sich beklagte, in seiner Gruppe hoffnungslos überlegen und gelangweilt zu sein. Ob man nicht jeder gegen jeden spielen könnte, Liga-System?
Wir rechneten durch: Drei Spiele mehr pro Team… Bis 18 Uhr könnte es so gerade noch durchführbar sein… Einverstanden!
Auch winkten uns dadurch mehr Siege, weswegen wir entspannter gegen den Bahndamm antraten.

SONIC BALLSTARS – AJZ BAHNDAMM 4:0

Endlich wachte der Fußballgott aus seinem Tiefschlaf auf, wir kamen zu einem auch in dieser Höhe verdienten Sieg, der noch hätte höher ausfallen können. Trotz der Vorschusslorbeeren eines Leverkusener Turniersiegers machten wir sie ein – und das nach den Enttäuschungen der beiden ersten Spiele.
Es verhielt sich ja nicht so, dass die Wermelskirchener nichts drauf gehabt hätten. Aber diesmal war es so, dass bei Pressschlägen der Ball in unseren Reihen blieb – und nicht zum freistehenden Stürmer der anderen sprang.
Der Bahndamm steckte die Schlappe fair ein - andere Teams hätten bei so einer Klatsche getreten.

Zwei Neuzugänge hätten den Sieg fast noch gefährdet: Marian und Silvio, die die Trikots von Jojo und Harry übergestreift hatten. Zwei Unbekannte, noch nie gesehen, jedenfalls nicht beim Training. Bei unserem luxuriös großen Kader bestand auch kein Anlass, irgendwen ins Boot zu holen, zumal jeder gerne mehr als nur drei Minuten am Stück gekickt hätte.
Marian war von Jojo mehr oder minder befohlen worden, für uns zu spielen. Wenn Jojo das sagt…
Und Silvio? Auf die Frage, auf welcher Position er denn spielen wolle, gab er auch noch an: „Egal. Ich spiele richtig Fußball. Ich kann alles spielen.“

Kein idealer erster Eindruck. Seine Bewerbungsunterlagen wiesen ihn als ehemaligen Oberligaspieler aus, von einem Sonic Ballstar werden aber auch andere Qualitäten verlangt. Nun, da Silvio schon das Trikot trug, wurde er nicht fortgeschickt. Weil er aber wirklich alles spielen konnte, gab es auf einmal ein Durcheinander in der Mannschaftsaufstellung, gottlob nur kurz vor der Halbzeit.
Marian schoss zehn Sekunden nach seiner Einwechslung direkt ein Tor. In den weiteren Spielen kam er kaum zum Einsatz.
Der wohl schönste Treffer gelang dem schweren Christian, der sich in einen hohen Einwurf, der noch nicht einmal für ihn bestimmt war, schraubte und schulmäßig in den Winkel köpfte. Da hatte sich das Kotlett rentiert, mit dem er sich während der Partie grestärkt hatte.

Die weiteren Torschützen waren Timo und Leif, die sich entschlossen durchgesetzt hatten.

Durch diesen Sieg fühlten wir uns wie aus einer Narkose erwacht. Es ging doch! Der Fluch war vertrieben. Und nun warteten die Teams aus Gruppe A.

SONIC BALLSTARS – FC UMLAND 3:2

Fast eine Parallele zum TrashChic-Spiel. Wieder waren wir haushoch überlegen, in jeder Hinsicht, trafen aber nur zweimal. Ein Stürmer der Umländer hatte innerhalb einer Minute zweimal einen einzigen hellen Moment, nutzte eine personelle Unstimmigkeit auf unserer rechten Seite aus und erzielte zwei völlig identische Tore. Auf einmal stand es Unentschieden. Im Gegenzug machten wir das 3:2. Alles andere wäre auch ein Witz gewesen. Die Umländer hatten Glück, das Endergebnis so knapp zu gestalten, mehr gönnten wir ihnen nicht.
Torschützen: Thorsten, Ems-Jürgen und Thommy.

Nun folgte die Lotta, die bis dato jedes Spiel gewonnen hatte.

SONIC BALLSTARS – LOTTA 2:1

„Da kann man nix sagen“, sagte einer der Lottas nachher bei der Manöverkritik im internen Kreis, „die waren einfach spielerisch besser.“

Es war unser bestes Spiel an diesem Tag. Wir waren ganz klar Chef im Ring, gaben uns mit dem schnellen 1:0 durch den während des gesamten Turniers offensiv enorm effektiven Thorsten nicht zufrieden und auch das 2:0 durch Miguel reichte uns nicht. Das Lotta war stark, hatte nicht von ungefähr alles bis dato weggefegt, aber kämpfen, das können wir auch.
Der Anschlusstreffer fiel kurz vor Schluss, da liefen die Lottas auch schon in Demutshaltung umher, danach ließen wir defensiv nichts mehr anbrennen.
Auch befand sich der Ball vor der Flanke, die zum 2:1 führte, bereits im Aus. Der Chronist dieser Zeilen befand sich bei dieser Aktion persönlich in der Abwehr und bewegte sich, als die Flanke geschlagen wurde, bereits wieder auf dem Weg auf seine Position im Mittelfeld und wunderte sich sehr, dass es statt Einwurf Anstoß gab.

Nun stand noch das Finale der Herzen bevor, wir gegen die St. Paulas, das Damenteam des Low Budgets. Am Zapfhahn hatte Chris schon gerechnet: Sollten wir die hoch schlagen, wären wir auf jeden Fall Zweiter.

SONIC BALLSTARS – FC SANKT PAULA 6:1

Es ist immer blöd, gegen Mädchen mit vollem Einsatz einzusteigen. Genauso blöd ist es, gegen Mädchen nicht mit vollem Einsatz zu spielen. In den Anfangsminuten entschieden wir uns für Blödheit Nummer 2, schlurften körperlos neben den Mädels her, spielten Altherrenfußball aus dem Stand.
Nach den ersten drei Minuten wurde etwas mehr Ehrgeiz eingewechselt, kurz nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit stand es 6:0, die Partie nahm inzwischen niemand mehr so recht ernst. Keeper Jochen tummelte sich im Sturm, unser Kasten wurde von einem Verteidiger an der Mittellinie bewacht und so gönnten wir den Sankt Paulas per Fernschuss, den man auch noch hätte vor der Torlinie erreichen können, das erste Tor ihrer Geschichte aus dem Spielgeschehen.
Torschützen: Thorsten (3), Ems-Jürgen, Leif, Christian (Oder doch eins von Hendrik? So genau hat das wirklich keiner mehr verfolgt)

Bei den Sankt Paulas handelt es sich um nicht nur optisch und charakterlich sympathische Damen, auch sportlich lernen sie mehr und mehr dazu. Unser Angebot, doch mit sieben oder acht Leuten gegen uns kicken zu können, wischten sie mit einem „Scheiß-Chauvi“ vom Tisch.
In ihren Reihen stand z.B. eine gewisse Nicole Schade, die wirklich höherklassig spielen sollte. Bei uns könnte sie problemlos mithalten, auch konditionell. Richtig gut war auch die Torhüterin.
Da herrscht reichlich Fußball-Sachverstand im Low Budget!
In ihrem letzten Spiel schlugen die Sankt Paulas den Bahndamm sogar mit 3:2; angeblich war ein Unentschieden zwischen den beiden abgesprochen worden. So sindze, die Weiber…

Dank der Gesetzeslücke „Direkter Vergleich entscheidet bei Punktgleichheit“ waren wir nun Zweiter geworden, punktgleich mit der Lotta, hinter dem Low Budget, das alle Begegnungen für sich entscheiden konnte.

Da wäre nun ja noch ein Finale möglich gewesen, inkl. der Chance, die verbeulte goldene Radfelge in den Ballroom zu holen – doch bei den Ballstars herrschen Edelmut und Grenzen des Ehrgeizes.
Aufgrund einer Änderung des Turniermodus und der Einführung des direkten Vergleichs waren wir Vize, und auch nur deswegen – ein Finale wurde als „Fußballstreberei“ erachtet. Auch war es schon nach 18 Uhr, acht Stunden hatte man verbracht, das reichte.

Obwohl der Fußballtag nun endgültig in den Feierabend übergegangen war, blieben die allermeisten der Kicker noch lange auf dem Geläuf; ein eindeutiges Zeichen, dass man sich wohlfühlte.
Es hatte auch alles gepasst, jeder einen Grund zum Feiern. Die drei Kölschfässer reichten aus, trotz Jojo. Selbst die Sparsamkeit, an die Mannschaften je nur einen halben Kasten Wasser auszugeben, geriet nicht zum Geiz – beim Aufräumen wurden locker drei unberührte Kästen eingesammelt. Ausdrücklich sei erwähnt: Es wurde neben Kölsch ein einziges Glas Cola verkauft.
Vielleicht hätten die Umländer ein paar Würstchen mehr auf den Grill legen können. Der Chronist z.B. bewältigte diesen Tag mit einem Doppelkeks zum Frühstück.

Bei der Afterkick-Party im Vereinsheim wurde das Match der deutschen Elf in Wales verfolgt. In der Halbzeit kam im heute-journal kam ein Video von al-qaida, bei dem nebeneinander Osama und ein anderer Vollbärtiger mit hellem, flachen Pizzabäcker-Käppi zu sehen waren.
Kommentar Mac: „Erkennen Sie die sieben Fehler im linken Bild!“
Das ist dokumentarfilmwürdig. Vielleicht im nächsten Jahr?

In der nun rasch auslaufenden Saison wollen wir noch gegen den SC Mülltonnen und Q-Hof spielen.

Alle Spiele im Überblick:

Sonic Ballstars – TrashChic 1:3
Bahndamm – Low Budget 2:6
Low Budget – Sonic Ballstars 3:0
TrashChic – Bahndamm 1:1
Bahndamm – Sonic Ballstars 0:4
TrashChic – Low Budget 0:2
FC Umland – St. Paula 2:0
Lotta – FC Umland 5:1
St. Paula – Lotta 0:6
FC Umland – Sonic Ballstars 2:3
Lotta – Bahndamm 2:1
St. Paula – Low Budget 0:6
Sonic Ballstars – Lotta 2:1
TrashChic – FC Umland 5:1
St. Paula – Sonic Ballstars 1:6
FC Umland – Bahndamm 2:1
Lotta – Low Budget 0:4
FC Umland – Low Budget 0:9
Lotta – TrashChic 2:0
St. Paula – TrashChic 0:4
Bahndamm – St. Paula 2:3

(gespielt wurde zweimal zehn Minuten, fünf Feldspieler, ohne Schiedsrichter)

Daraus ergab sich die Abschlusstabelle:
1.Low Budget
2.Sonic Ballstars
3.Lotta
4.TrashChic
5.FC Umland
6.FC St. Paula
7.Bahndamm



WIR SCHLAGEN FRAUEN!
5. August 2007: Sonic Ballstars beim Durst/Low Budget-Turnier in Bocklemünd

Der Kader: Jochen, Porz-Jürgen, Jojo, Plappi, Jörg – Frank, Leif, Thorsten, Grauzonen-Daniel, Italien-Timo, Harry, Christoph – Hendrik, Miguel, Christian

Wir sind zwar kein Verein, haben aber doch Regeln, die allerdings so selbstverständlich sind, dass sie nicht schriftlich fixiert werden müssen. Wir haben sogar Grundsätze, um nicht zu sagen: Grundgesetze, und zu denen zählen unter anderem: Trainiert wird bei Novemberwetter und gespielt nur unter Hitzerekorden – wie beim Auftritt zuvor in Wermelskirchen. Es sollten sich aber noch mehr Parallelen zum vorigen Turnier auftun.
Nicht nur meteorologisch, auch bezüglich des Erfolgs erinnerte viel an den Auftritt zuvor in Wermelskirchen, allerdings mit dem Unterschied: Diesmal spielten wir zumindest nicht schlecht, wurden aber für unsere Bemühungen nicht belohnt, hatten auch viel Pech. Kein Spiel hätten wir zwingend verlieren müssen, standen uns aber oft selbst im Weg. Wieder verfielen wir in diese nicht zu erklärende Hektik beim Spielaufbau. Mit Tunnelblick ging es stur nach vorne, nie ein Rück- oder Querpass, wir rannten mit Vollgas in Frustration und Erschöpfung. Ganz katastrophal war meistens der letzte Pass, der oft mit der Präzision eines Befreiungsschlags und genauso himmelhoch irgendwohin getreten wurde, nur nicht zu dem, der freistand.

Symptomatisch:
Einer unserer Verteidiger nimmt einem Spieler den Ball ab, genießt seine gelungene Aktion vielleicht auch und läuft mit der Kugel ein paar Schritte Richtung Mittelfeld. Ein Gegner kommt ihm entgegen. Unser Verteidiger kann sich nicht entscheiden, wen er anspielen soll, der Gegner hat ihn fast gestellt, ein weiterer Gegenspieler rückt auf, und einer unserer Mittelfeldakteure eilt dem marschierenden Defensiven zu Hilfe.
Unmittelbar bevor es zum Zweikampf mit dem Gegenspieler kommt, spielt unser Verteidiger ab – indem er seinen Mittelfeldmann halbhoch in den Bauch schießt. Der kann den Ball sogar noch halbwegs kontrollieren und drischt ihn per Befreiungsschlag davon. Einwurf für den Gegner.

Oder:
Wir fahren einen ordentlichen Konter, der Ball gelangt zum Mittelstürmer am linken Strafraumeck. Der Mittelstürmer kann nun selbst schießen, am Verteidiger vorbeimarschieren oder zum freistehenden Linksaußen drei Meter weiter in den Strafraum passen. Was macht er: Aus der Drehung, den Blick nur auf den Ball gesenkt, schlägt er eine hohe Flanke - ins Nichts. Und selbst wenn sie angekommen wäre, hätte sich einer von uns aus fünf Metern gegen einen Verteidiger und den Torwart im Kopfball durchsetzen müssen.

Aber der Reihe nach.
Zunächst empfing uns ein gepflegtes Geläuf, wir hatten auch gelernt und waren nicht zu pünktlich angereist, Tennis- und Beach-Volleyballplätze, eine waldumsäumte Spielstätte sowie ein Vereinsheim, mit D-Markpreisen aus den 70er Jahren. Wir parkten uns neben St. Paula, einer Frauenmannschaft, von der noch zu reden sein wird.

Die Anberaumung meinte es gut mit uns, nicht aber die Gruppenzuteilung. Zwar durften wir erst zur dritten Begegnung ran, das erlaubte genügend Akklimatisierung an die Turnieratmosphäre und Zeit, die kommenden Gegner zu studieren. Doch hatten wir auch die schwerere der beiden Gruppen erwischt. Im ersten Spiel trafen wir direkt auf Mitveranstalter und Top-Favorit Low Budget, den Finalgegner unserer Sternstunde im September 06.

Sonic Ballstars – Low Budget 1:3

Trotz einiger Nervositäten kamen wir doch recht gut in die Partie, die Begegnung wogte hin und her. Bei tropischen Temperaturen stemmten wir unsere Laufbereitschaft dem exzellenten Kurzpassspiel der Low Budgets entgegen.
Doch als wir zum ersten Mal einen Wechsel vornahmen, entstanden sogleich Unabstimmigkeiten und Konfusion in der Abwehr – das 0:1: Zwei Verteidiger behinderten sich gegenseitig, der Befreiungsschlag glückte nicht und einer der Weißen zog einfach mal ab.
Viel mehr hatte das Low Budget aber nicht zu bieten, jedenfalls nicht in der ersten Halbzeit. Und da schlugen wir zu: Hendrik nahm einen weiten Abwurf von Torwart Jochen auf und drosch die Kugel mit viehischer Gewalt in den Winkel – das schönste Tor des Turniers und gleichzeitig der erste Treffer Hendriks in seinem ersten Pflichtspiel für uns!
Wenig später das 1:2, kein Abwehrfehler diesmal, eine starke Aktion des Gegners, der mächtig drängte und cool abschloss. Es blieb immer noch genug Zeit zu egalisieren. Doch leider war Keeper Jochen zu fair. Nach einer banalen Kollision in unserem Strafraum gestand Jochen, auch zur Überraschung der Kontrahenten, ein Foul begangen zu haben. Den geschenkten Strafstoß verwandelten die anderen dann auch noch – das war’s.
„Wir sehen uns im Finale wieder!“ verabschiedete man sich.

Keine Schande, gegen diese feine Mannschaft drei Buden kassiert zu haben, davon eine Gurke und ein halbes Eigentor. Es fehlte nur etwas Glück.
Vorbildich, was die Low Budgets spielten. Knallhartes Forechecking, Offensivpositionen meist gedoppelt, konsequent alle drei Minuten ausgewechselt, ohne Brüche im Spielaufbau zu produzieren – und wir sahen gegen die gar nicht mal schlecht aus. Der übliche Kaltstart bei einem Turnier, das konnte noch repariert werden.

Sonic Ballstars – Bum Bum 0:2

Für diese Niederlage fanden wir keine Erklärung. Fassungslosigkeit herrschte nach Abpfiff. Das erste Gegentor fiel nach einem Konter, wir waren bei einer vielversprechenden Situation alle zu weit aufgerückt, und als das Spielgerät am Strafraum der Qhof-Vertretung abgefangen wurde, reagierten wir zu spät. Kann passieren.
Auch der zweite Gegentreffer kann einem schon mal unterlaufen – da hatte einer der Bum Bums im Strafraum halt einen Zweikampf gewonnen und recht cool ins kurze Eck gespritzt, daraus lässt sich keinem ein Vorwurf schmieden.
Aber dass es uns nicht gelang, konstruktiv nach vorne zu spielen, viel zu selten mal über die Flügel oder zur Not auch mal zurück?

Sonic Ballstars – Lotta 0:2

Auch hier verfielen wir wieder in diese unnachvollziehbare Hektik im Spielverbau, wühlten uns unermüdlich durchs Mittelfeld – um dann mit einem fahrlässig, viel zu riskant, ungenau oder nicht verwertbarem letzten Pass alles zu verplempern, was wir uns erkämpft und erarbeitet hatten.
Trotzdem: In der Abwehr ließen wir wenig zu, mit ein wenig Glück würde vielleicht mal ein Ball im Lotta-Tor landen, der Knoten platzen. Doch dieses Glück hatten die anderen.
Dem 0:1 ging ein Pressschlag und danach ein Querschläger in unserem Strafraum voraus, wie eine Flipperkugel sprang der Ball hin und her, war auf einmal in der Luft und senkte sich auf einen völlig freistehenden Südstadtstürmer.
Wir antworteten trotzig – und kassierten einen lächerlichen Elfmeter, nachdem Keeper Jochen nichts weiter getan hatte, als einen Ball abzuwehren. Den Strafstoß verwandelte sein Kollege aus dem Lotta-Kasten unhaltbar.

Sonic Ballstars – San Remo 0:0

Die San Remos, von Hendrik als „Südstadtgetreidekaffeetrinker“ und „Pizza labbrica“ begrüßt, merkte man Trainingsmangel an. Wir rannten sie bis ins Sauerstoffzelt, unserem Spiel konnten sie bald nur noch Einzelaktionen und Verzweiflungsschüsse entgegensetzen. Da wir aber auch hier nicht in der Lage waren, einfach und effektiv zu spielen, verplemperten wir den Sieg.
Hätte San Remo uns mit zwei Toren Unterschied bezwungen, wären sie statt der Lotta ins Halbfinale gezogen. So bedankte sich Lotta bei uns mit einem Kranz Kölsch.
Unsere erste Prämie.

Wir hatten schon die Taschen gepackt, da hieß es, dass wir noch ins Zitronenspiel mussten, um den letzten Platz auszuspielen.
Da in unserer Gruppe fünf und in der anderen vier Mannschaften agiert hatten, trafen wir in einem Doppelelfmeterschießen noch mal auf Bum Bum und das Schlusslicht der anderen Konstellation, FC Sankt Paula, ein Frauenteam.

Die Sankt Paulas waren die Schau des Turniers, jede Ballberührung der Damen wurde bejubelt. Dieses Frauenteam verzichtete auch darauf, sich irgendwelche Sonderrechte zu erlächeln oder mit sonstigen weiblichen Waffen zu ermogeln. Wie alle anderen spielten auch sie zu sechst und ertrugen ohne Getue fröhlich eine deftige Schlappe nach der anderen.
Sehr sympathische Damen, auch ein Hingucker war das Banner ihres Teams – es zeigte einen Totenschädel mit Zöpfen.
Wir hatten neben ihnen unter einem Baum Quartier bezogen. So schmerzfrei wie auf dem Rasen steckten sie auch die kernigsten Sprüche Hendriks ein, der ihnen zum Abschied noch ein Unterhosenkunststück vorführte.

Im ersten Elfmeterschießen schlugen wir St. Paula 4:1. Den möglicherweise ersten Treffer ihrer Vereinsgeschichte bejubelten die Mädels wie den Gewinn der Champions League.

Daraufhin trat St. Paula gegen Bum Bum an – und verwandelte die Elfer traumhaft. Wenn mal die Kugel über den Spann rutschte, landete das Ding im Winkel – 4:2 gewannen sie, es war nicht nur der Höhepunkt des Turniers, sondern sein Orgasmus.

Dann mussten wir noch mal gegen das Bum Bum ran, dem wir in der Lotterie 2:4 unterlagen. Für den vorletzten Platz reichte es. Mal wieder.


14. Juli 2007 Sonic Ballstars beim Bahndamm-Turnier in Wermelskirchen

DEN AMTIERENDEN MEISTER VERNULLT

Nach Nordrhein-Tibet hatten sich Harry, Jojo, Jörg, Porz-Jürgen, Christoph, Thorsten, Christian und Miguel aufgemacht. Auf dem staubigen Ascheplatz in Wermelskirchen wurden wir an diesem Sonntag um 11 Uhr erwartet, aber mal wieder nicht empfangen. Miguel, der Einheimische, war sich sicher, nicht die falsche Arena angesteuert zu haben, und tatsächlich: Nach etwa einer Stunde baute ein selbsternannter Fußballhasser den Bierstand auf. In seinem Gefolge trudelten auch andere Mannschaften ein, wenn auch nicht alle, die zugesagt hatten, weswegen der Anpfiff des Turniers vom Alternativen Jugendzentrum Bahndamm weiterhin auf sich warten ließ. In dieser Stunde verteidigten wir unser Lager, einen der wenigen schattigen Plätze des Geländes.

Ohne Vorwarnung, von jetzt auf gleich, mussten wir auf den Platz bzw. die, die noch ein Glas Bier in der Hand hatten, auf die Auswechselbank. Da die Quecksilbersäule an der 40-Grad-Marke leckte, lässt sich nicht gerade behaupten, dass wir kalt angetreten wären.
In diesem ersten Spiel trafen wir auf die Schienbeinschonerlosen, die aber auch unter der Bezeichnung „Motherfucker“ auf dem Tableau erschienen.

Sonic Ballstars – Schienbeinschonerlose 0:1

Ach ja. Das traditionell verpatzte, unglückliche erste Spiel, in dem wie immer mehr drin gewesen wäre. Es verhielt sich gar nicht mal so, dass wir uns erst hätten finden müssen, die taktische Formation funktionierte auch, wir spielten uns drei, vier ordentliche Chancen heraus und hatten mit den gegnerischen Angreifern wenig Mühe.
Das Gegentor fiel nachdem wir eine Großchance verdaddelt hatten und ausgekontert wurden. Fahrlässigerweise sicherte nur ein Mann hinten ab, der wurde ausgespielt, und zack. Der Ausgleich gelang uns nicht mehr, auch weil die anderen häufiger frische Leute einwechseln konnten.

Aufgrund des merkwürdigen Turniermodus durften wir wieder eine Stunde bis zum nächsten Kick warten. Zeit genug, die Teams der anderen Gruppe zu beobachten. Dort agierte eine Frauenmannschaft. Jede Mannschaft bestand eigentlich aus Torwart und fünf Feldspielern. Das Frauenteam spielte mit vier fußballerisch exzellenten Kerlen, plus so ziemlich allen Frauen, die sich auf dem Gelände eingefunden hatten, plus ihren Kindern. Es war nicht besonders verwunderlich, dass diese Mannschaft recht erfolgreich abschnitt.
Während einer Partie, in der auf Frauenseite über den Daumen gepeilt 13 Leute das Spiel ihrer Gegner verhinderten, fragte Christoph einen Herrn, was das denn solle. Dieser Herr antwortete: „Wieso? Passt EUCH das nicht? Die haben auch schon mit 20 Mann gespielt? Na und? Geht doch um den Spaß? Wenn es EUCH nicht passt, dann könnt IHR gleich abhauen!“
Dann verließ er uns, einen zornigen Monolog führend.

Unser nächstes Spiel mussten wir gewinnen, um noch eine Chance aufs Finale zu haben. Zum Pessimismus gab es keinen Anlass, denn auf uns zu kamen die Metaller, die, wenn überhaupt, vielleicht mal eine Blechdose getreten haben und in den zwölf Minuten Spieldauer kämen sie wohl ohne Herzinfarkt davon.

Sonic Ballstars – Metaller 0:1

Es war unser schlechtestes Spiel, seitdem regelmäßig trainiert wird. Da gibt es nichts zu beschönigen oder zu relativieren, wir haben beschissen gespielt. Auch wenn beim Gegentor der Ball unter der Sohle unseres Keepers hineinflutschte, war es eine verdiente Niederlage. Die schwergewichtigen Jungs hatten ein großes Herz, eine Menge Schneid, viel Mumm. Das Selbstvertrauen, das sie sich schon in den allerersten Zweikämpfen aufbauten, konnten wir ihnen nicht mehr nehmen. Unsere einzige Chance bestand aus einem Verzweiflungsschuss Thorstens, der nur knapp am Dreieck vorbeiflog.
Zum ersten Mal gingen wir schweigend vom Platz. Offenbarungseid. Kein Pass kam an, und falls doch, konnte er nicht angenommen werden. Schlimm, schlimm, schlimm.

Es tat aber ganz gut, dass die Metaller in ihrem folgenden Spiel die Schienbeinschonerlosen deutlich beherrschten.
Immerhin konnte Jojo am Bierstand gegen die Heavys gewinnen - eine verlustreiche Schlacht.

Nun ging es nur noch darum, anständig das Turnier zu verlassen. Zum Abschluss der Vorrunde trafen wir auf die Schlitzos, das stärkst
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Die Glorreichen 7
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Die Ballstars auf unserm Turnier
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FC ST PAULA
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Die Ballstars auf dem Low Budget Turnier
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Spielplan vom Mülltonn Turnier
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... von insgesamt 7 Mannschaften, verteht sich.
torwartfehler-web.shadowed.jpg
Torwartfehler
...